Back to Santiago

P1020688 Um 5.30 Uhr klingelte mein iPhone. Wir standen auf und stellten fest, dass die Nacht so feucht war, dass die Wäsche nasser war als am Vorabend. So warteten wir noch auf die aufgehende Sonne, während wir die restlichen Sachen zurück in den Rucksack verstauten. Unterdessen stand auch Linda plötzlich draussen, bepackt mit einem kleinen Rucksack und bereit, mit dem Pferd ein wenig die Insel zu erkunden. Wir verabschiedeten uns und vielleicht treffen wir sie auf der Europatour, denn zu dieser Zeit müssten wir eigentlich wieder zu Hause sein.

P1020689 Um 9.15 waren wir dann fertig mit dem Packen der nicht ganz trockenen Wäsche. Wir verabschiedeten uns noch von den restlichen im und ums Haus und machten uns auf den Weg Richtung Flughafen. Natürlich sagten wir auch noch dem Filou Ersatz, der dauernd hungrig ums Haus schlich Goodbye. Unterwegs machte ich noch einen kurzen Halt beim Bankomat um ein wenig Pesos abzuheben. Vor lauter Zeitnot dachte ich, die Karte sei nicht mehr herausgekommen. Es stellte sich dann später als falsch heraus – peinlich :(

Am Flughafen angekommen war es bereits 10.15 Uhr. Wir checkten ein und ich wartete noch auf den Autovermieter, damit ich meine Garantie der Kreditkarte zurücknehmen konnte. Er traf dann schnell ein und wir konnten das Auto zurückgeben. Danach gingen wir durch die Schleuse und warteten im hinteren Bereich im Freien, bis alle Leute der angekommenen Maschine ausgestiegen waren. Unterdessen entdeckten wir noch, dass es auf diesem Flughafen freies Wifi hatte. So konnte ich schon mal den Block hochladen, während die ersten bereits in die Maschine stiegen.

P1020690Dies machte dann Helene ein wenig nervös, denn das Flugzeug sollte ja nicht ohne uns gehen. Also tappten auch wir über den Flugzeugparkplatz und stiegen mit einem letzten Blick auf die besuchte Insel in die Eisenkonserve. Mit einem leicht neidischen Blick passierten wir Business Klasse, welche bereits einen Drink in den Händen hielten und in ihren überdimensionalen Sesseln sassen. Dann richteten wir uns auf unseren Plätzen gemütlich ein und freuten uns auf die bevorstehenden Filme.

Knapp 5 Stunden später landeten wir unversehrt in Santiago. Nur war es unterdessen schon wieder 18.00 Uhr in Santiago. Also ein günstiges Hotel suchen und versuchen einen bezahlbaren Fahrdienst zu finden. Wir wagten uns an die Information mit Taxivermittlung, nachdem wir bereits mehrere aufdringliche Angebote abgelehnt hatten. Sie halten einem die Taxitafeln quasi vor die Nase, wenn man von der Gepäckhalle kommt.

P1020692 Was wir als langen Prozess befürchteten, ging ziemlich zu unseren Gunsten über die Bühne. Die Dame fragte, welche Region von Chile es denn sein sollte und ich hielt ihr eine Adresse in La Raine von Chile unter die Nase. Dies ist eine Autovermietung, die im Internet vielversprechend aussah und die wir uns genauer anschauen möchten. Sie setzte alle Hebel in Bewegung und plötzlich waren sie zu dritt in einer lauten Diskussion, wo das genau liegt und welches Hotel das am nächsten sei. Dann fragte sie uns, wieviel wir zahlen wollten. Ich stieg mit 40 US$ ein, mit dem Glauben, dass dies wohl utopisch sei. Sie begann uns, Hotels und Unterkünfte aufzuzeigen. Wir entschieden uns für das Hotel RQ Apart Bosque Tobalaba. Es liegt nicht sehr weit von der genannten Adresse entfernt.

Auch bei der Fahrgelegenheit gab es wieder Preisklassen. Von drei Dollar bis grenzenlos. Sie gab uns mit einem Lachen zu verstehen, dass man das nicht so genau sagen könne, was ein Taxi kostet. Für eine Pauschale von 22 Dollar entschieden wir uns für einen Shuttle Bus. Zum Glück haben wir das gewählt, denn auf der anschliessenden halsbrecherischen Fahrt, welche wegen dem Verkehr über eine Stunde dauerte, hätte der Taxometer wohl das x-fache angezeigt. Auf der Fahrt entgingen wir nur knapp zwei Unfällen. Ein einschwenkender Wagen musste eine Vollbremsung machen und ein rückwärts herausfahrender Wagen rammte uns auch fast.

Um 20.15 Uhr waren wir dann beim Hotel. Für die Preisklasse ganz gemütliche Zimmer mit Küche und Bad. Selbst gratis Internet im Zimmer, nur dass anscheinend das Erdbeben die Leitung ab dem dritten Stock durchgetrennt hat. Denn bis in den vierten Stock, wo wir einquartiert sind, kam kein Signal durch die Dose. Wir gingen dann noch um die Blocks und assen in einem Peruanischen Restaurant Dinner. Da es auf der Karte eigentlich in allen Speisen Shrimps hatte, assen wir Shrimps. Während dem kurzen Essen draussen wurden wir bereits dreimal erbettelt. Zwei mal eine Frau mit Kindern und einmal nur ein Kind, das Geld sammelt um in die Schule gehen zu können, so wie ich das von der Tafel gelesen hatte. Danach gingen wir zurück auf unser Zimmer und kochten noch Wasser ab, um am Morgen den Durst zu löschen, denn wir jetzt schon haben. Da es schon nach Mitternacht ist, ist der Weg wohl zu weit bis zu einem Supermarkt, der noch offen hat.

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