Bye Puno

Beim Frühstück sassen wir heute mit einem Amerikaner und seiner Mutter am gleichen Tisch. Während er schon länger unterwegs war, stiess seine Mutter in Peru dazu.
Heute Morgen startete ich den Upload der Bilder, die sich seit Arica wieder angesammelt hatten. Dies waren rund 380 Mb und dauerte mehrere Stunden, was auf dem Hostel PC im Hintergrund lief. Möglich war das, weil ich am frühen Morgen noch das Netbook der beiden abreisenden Engländerinnen ausleihen konnte, um die Fotos von der SD Karte auf den Stick zu kopieren.
Gegen Mittag nahmen wir ein Taxi zum Busterminal und lösten das Ticket nach Cusco. Wir werden den Inka Express nehmen, welcher auf der Strecke noch ein paar Stopps einlegen wird.
Danach ging es zurück ins Hostel. Am Nachmittag war in Puno irgend eine Demonstration bezüglich Bildungssystem was eine grössere Polizeipräsents zur Folge hatte. Am Nachmittag fuhren wir mit einem Töfftaxi für einen Viertel SOL zur Plaza de Armas. Diese Motorradtaxis sind hier recht verbreitet. Sie sind billiger aber auch langsamer als Autotaxis. Wir bezahlten jedoch einen SOL. Die noch ökonomischere Variante sind Fahrradtaxis, bei denen der Fahrer hinter den Passagieren sitzt und den ganzen vorderen Korb mit zwei Rädern per Stange steuert.
Bei der Plaza de Armas hoben wir Geld ab um das Hostel zu bezahlen und gingen auch gleich essen. Helene bestellte die Spaghetti Suiza auf der Karte. Ganz gespannt warteten wir, um unsere Landesspaghetti zu bewundern. Interessant dabei war dann, dass wir diese Art von Spaghetti in unserem Land noch nie zu Gesicht bekommen haben – An Guata!
Für den Rückweg, der ja gleichweit ist, wollten wir noch einmal dieses Taxierlebnis wiederholen und zahlten grosszügig zum Vornherein einen SOL. Dieser Taxifahrer wollte jetzt für die Strecke zwei SOL. – So ein Schlitzohr. Da dies ja nicht viel ist, zahlten wir das mit einem gegeseitigen Schmunzeln.
Zurück im Hostel sassen die vier eben angekommenen Schweizer aus Bern und Spiez bei der Willkommenstasse. Da wir kürzlich noch einmal einen peruanischen Wein gekauft hatten (ganz in der Hoffnung, dass dieser nicht mehr so süss schmeckt), fragten wir die beiden Paare, ob sie uns dabei helfen wollen.
So sassen vier dann zu sechst am Tisch und tauschten Reiseeindrücke aus. Ein wenig später gesellte sich noch ein Amerikaner aus Maryland zu uns, der ziemlich ausser Atem war. Grund war, dass er an einem Tag von Lima nach Cusco flog und direkt mit dem Bus nach Puno fuhr. Von Meereshöhe auf 3800 Meter kann sich dann durchaus so bemerkbar machen. Wir tranken dann noch eine Runde Mate, was eigentlich allen mehr oder weniger schmeckte.
Wir bezahlten dann die vier Nächte und verabschiedeten uns von den Schweizern Karin & Raphael und Karin & Stefan, nachdem wir noch die Blogadressen getauscht hatten. Dann kauften wir beim Laden um die Ecke noch Wasser für die Nacht ein. Auf dem Zimmer sah ich mir dann die Seite grosseferien.ch von Karin und Raphael an. Es ist immer wieder spannend, andere Reiseberichte zu lesen.
Das war der letzte Tag in Puno, der 120’000 Einwohnerstadt, welche am Rand des Titikakasees gelegen ist, welcher wiederum zu 60% auf peruanischem und 40% auf bolivianischem Boden liegt. Ein Peruaner erzählte mit Schmunzeln, dass der Teil „Titi“ zu Peru gehöre und „Kaka“ zu Bolivien. Würde man in Bolivien fragen, wäre es sicher umgekehrt :)
Die Stadt wurde übrigens am 4. November 1688 vom Vizekönig Pedro Fernández Castro Andrade gegründet und war einst die Stadt mit den besten Silberminen des Landes.

1 Kommentar zu Bye Puno

  • Hey ihr zwei!
    Danke für den Wein!
    Das ging aber fix mit der Homepage… 😉 Wir sind da leider ein wenig „bernerischer“ unterwegs und es wird wohl noch ein bisschen dauern bis auch wir wieder up to date sind.
    Wir freuen uns auf eure nächsten Reiseberichte!
    Hasta luego Karin & Raphael

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