Cafayate

Um acht Uhr wurde ich von den ersten Stimmen im Innenhof geweckt. Ich stand also auf und ging vor die Türe. Das deutsche Paar war bereits in der Sonne frühstücken. Sarah und Pete stiessen später auch dazu. Als Helene auch kam, sassen wir schon zu sechst an dem viel zu kleinen Tisch.
Nach dem Essen tauschten wir noch Kontakte aus und gegen zehn Uhr machten wir uns auf den Weg. Zuerst tankten wir das Auto und dann ging es wieder auf der Ruta 40, genannt La Cuarenta und die längste Nationalstrasse Argentiniens, nach Süden.
Die Landschaft zwischen Cachi und Cafayate ist zum weinen schön. Die holperige und schmale Strasse führt durch Berge mit bizarren Formen und Farben. Die Strasse ist nur ausgeschoben und an vielen Stellen so eng, dass das Kreuzen Mühe bereitet. Auch das Tempo war mit unserem kleinen Auto vielfach auf 30 km/h reduziert, weil man sonst durch die Wellblechstruktur zu fest durchgeschüttelt würde.
Die Landschaft zwang uns immer wieder auszusteigen und sie in der Kamera zu verewigen. Streckenweise kamen wir nur ein paar hundert Meter weit, bevor wir das nächste Foto schossen. Auch die einfachen Lehmsiedlungen, dessen einzige Kontrastfarbe die aufgehängte Wäsche war, zogen unsere Blicke immer wieder an. Vielfach war davor ein Teppich aus Pepperoni ausgelegt, die in der Sonne getrocknet werden.
Irgendwann bogen wir von der Strasse ab und fuhren etwa 3 km zum Dorf Antastaco. Schon Eingans Dorf staunten wir über ein Haus, das aus runden Kuppeln bestand und auf einen kleinen Hügel gebaut wurde. Das Dorf selber zeichnete sich durch einen grünen Hauptplatz aus, um welchen sich staubige Strassen wanden. Direkt neben dem Platz befindet sich die Hosteria Antastaco. Ein ordentlich grosses Gebäude, welches aber zur Zeit nicht viele Gäste beherbergte. Wir wagten uns durch eine Türe und drinnen sassen ein paar Einheimische beim Lunch, unter anderem die örtliche Polizei. Ich fragte mich wie schon öfter, welche Aufgaben auf diese in einem so kleinen Dorf anfallen. Wir setzten uns auf die Terrasse und bestellten Bief, Pure y Ensalada. Es schmeckte sehr gut.
Dann fuhren wir weiter und nach unzähligen Stopps und vielen Fotos kamen wir in Cafayate an.
Zuerst fuhren wir ins Zentrum, welches sich durch einen Park auszeichnet an welchem sich Hotels, Cafés und Läden abwechseln. Wir tranken zuerst am Platz einen Esspresso und machten uns dann auf die Suche nach einem Hostel. Deren gibt es viele und wir versuchten uns unmittelbar neben dem Zentum beim Hostel Balcony. Wir wurden jedoch so unfreundlich empfangen, dass wir die Suche fortsetzten.
Fred nannte das Hostel Rustic-K, in welchem er übernachtete. So fragten wir in einem Turismo Laden nach dessen Standort. Es liegt nur zwei Strassen vom Zentrum entfernt. Also fuhren wir dorthin und waren von dessen gemütlichem Aufenthaltsraum positiv überrascht. Als wir dann noch den geräumigen Innenhof mit den hängenden Trauben sahen war für uns klar, dass wir hier ein paar Tage bleiben möchten. Nachdem wir Gepäck im Zimmer verstaut hatten, wurden uns auf einer Karte sämtliche Weingüter gezeigt, bei welchen man zur Degustation gehen kann. Da Cafayate bekannt ist für dessen Weine, werden wir davon wohl gebrauch machen.
Gegen 21.00 Uhr spazierten wir zur Plaza, setzten uns vor ein Restaurant und liessen die Stimmung bei einem Nachtessen auf uns wirken. Für Fr 22.- gab es für beide Empañadas, Salat, Fleisch, Karoffelstock, Wein und einen Esspresso.
Gegen Mitternacht kehrte dann bei uns die Nachtruhe ein.

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