Curio Bay

P1010886 Um 8.30 Uhr erwachten wir auf dem engen Campingplatz und stellten fest, dass schon einige Fahrzeuge losgefahren waren. Wir nahmen es gemütlich und assen unser Frühstück. Gegen 10.00 Uhr fuhren wir dann von einem fast leeren Platz ab und suchten die Baldwin Street. Die steilste Strasse der Welt, wie es im Guinness Buch der Rekorde vermerkt ist.

P1010887 Mit einem Gefälle von 19% sieht sie wirklich furchterregend aus und ich fragte mich, ob das unser Camper verkraften könnte. Zuerst bestiegen wir die Strasse zu Fuss. Man kam ziemlich ausser Atem von den 350 Metern. Wir stiegen wieder hinunter und ich machte alles im Camper dingfest. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, die steilste Strasse nicht zu befahren. Helene war es ein wenig zu steil und sie entschied sich, mit dem Fotoapparat unten zu bleiben.

P1010889Den ersten Gang rein und rauf. Anscheinend löste ich bei einigen Zuschauern eine bestimmte Reaktion aus, als ich mit dem Camper dort hochfuhr. Es war aber nicht so, dass alles durcheinander flog. Auch die Bergabfahrt war ohne Probleme zu machen und unten stieg dann Helene wieder in den Bus ein.

P1010895 Dann fuhren wir zum berühmten Bahnhof mit dem längsten Bahnsteig des Landes. Einen Kilometer lang und daneben ein wirklich tolles Gebäude, gemauert mit grauen Ziegeln. Im Innern sieht es nicht weniger schön aus.

P1010896 Der ganze Boden ist mit einem Mosaik überzogen. Schade, dass nur noch ein Zug an diesem schönen Bahnhof hält. Im oberen Stock war noch eine Ausstellung mit Bilder der Natur Neuseelands mit so einem Realismus, wie ich es noch nie gesehen hatte. Aus zwei Metern Distanz könnte man schwören, es wäre eine Fotografie. Dies wäre die Homepage des Künstlers Murray Ayson: www.murrayayson.com

P1010901 Wir besuchten noch ein Hand Craft Laden am Bahnhof, wo ich mir ein T-Shirt kaufte. Anschliessend stiegen wir wieder ins  Auto und fuhren in Richtung Saint Claire weiter. Dort befindet sich die Tunnel Beach. Diese heisst so, weil ein reiches Mitglied des Cargill – Clans sich durch einen Tunnel durch die steilen Klippen hinunter zu einem schönen Sandstrand Zugang  verschaffen liess.

P1010903 Bei Ebbe kann man ohne Probleme hinunter steigen und den Strand geniessen. Man darf nur nicht vergessen, dass dies der einzige Zugang ist und dass man vor der Flut den Rückweg unter die Füsse nimmt.

P1010914 Der Strand ist umrahmt von einem Steinbogen, an welchem die grossen Wellen zerschellen und mit Getöse an den Strand prallen. Der Zugang von Parkplatz verlangt einen 20 Minütigen Spaziergang.

Danach fuhren wir weiter und erreichten nach einer wunderschönen Küstenstrasse, welche wir im Nebel fuhren, die aber trotzdem genug Ausblicke auf die sich auftürmenden Wellen gab.

P1010931Wir fuhren die Strasse einfach weiter und kamen bald wieder von der Küste weg. Dafür begannen hier in Catlins die Regenwälder. Wir konnten uns dies nicht so recht vorstellen, Regenwälder in Neuseeland. Als wir aber den kurzen Track zum Purakaunui Wasserfall entlang spazierten, konnten wir das Grün kaum fassen.

P1010927 Eine wilder moosiger Wald, welcher man sich eben unter einem Regenwald vorstellt eröffnete sich vor uns. Eine Ruhe und tolle Gerüche nahmen wir während dem Spaziergang auf. Dann kamen wir zum Wasserfall. Ein breiter tiefgrauser Felsen mit wenig Moos, über welchen das Wasser herunter plätscherte.

P1010934 Wir besuchten auf der folgenden Strasse noch zwei weitere Wasserfälle. Der erste war der Matai Fall, und nur 2 Minuten daneben der Horseshoe Fall. beides weitere Wasserfälle im Grün des Regenwaldes – unglaublich schön.

P1010952 Dann fuhren wir weiter zur Curio Bay. Vor 180 Mio. Jahren überströmte die Lava hier während des Jura einen Waldabschnitt. Diese Stämme kann man heute bei Ebbe in versteinert Form betrachten. Auch Baumstrünke kann man ausmachen und im Innern noch den Kern ausmachen. Einige sehen aus, als würde Holz und nicht die versteinerte Form hier liegen.

P1010942 An genau dieser Bay gibt es aber noch mehr zu sehen. Die seltenen (es gibt nur noch etwa 6000 davon) Gelbaugen Pinguine haben sich hier auch niedergelassen. Man darf ihnen den Weg zum Nistplatz nicht verwehren, aber von der Seite kann man sie fotografieren und filmen. Toll wie sie zu den Hängen watscheln und dabei verschieden hohe Steine erhüpfen.

P1010957 Wir schauten ihnen einen Weile zu, liessen uns von dieser Umgebung noch ein wenig berauschen und fuhren dann los, 200 Meter bemerkten wir eine Tafel, welche einen Campingplatz ankünden. Beim genauen Hinschauen bemerkten wir nichts als Schilf. Also fuhren wir rein und kamen tatsächlich an zwischen Schilf versteckten Camper vorbei.

P1010955 Irgendwo im Schilf war auch ein Office und wie wir mit Erstaunen feststellten, bietet der Campingplatz Strom, Duschen, ein kleiner Laden und Sicht auf beide Seiten zum Meer.

P1010956 Die Duschen waren ein wenig speziell. Von Schilf umgeben stehen runde bemalte Betonklötze im Schilf in denen sich aber drei Duschen befinden. Per 2$ kann man 5 Minuten warm duschen. Ein sehr eigenartiger Campingplatz aber sehr sympathisch. Wir kochten dann im Schilf Spaghetti und genossen die besondere Atmosphäre zwischen zwei Stränden.

Ein Ausschnit eines Yellow-Eyed Pinguin:

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