Kauri Camping

P1020435 Ein wenig früh erwachte ich am Rande des Abhangs heute in unserem Camper. Die Sicht geht hinunter zum Meeresarm, wo weiter hinten die Wasserfälle zu hören sind. Gegen 10.00 Uhr fuhren wir dann los und entschieden, nicht bis ganz in den Norden zu gehen, damit wir die Westküste des Nordens mehr erleben können. So fuhren wir auf dem Highway 12 zur Westküste hinüber.

P1020436 Bei Opononi kommt man um die Ecke und sieht auf der anderen Seite des Meeres eine grosse Sanddüne. Dies sieht so spektakulär aus, weil man aus den grünen Wälder gefahren kommt und nun plötzlich diesen Kontrast sieht. Wir kauften uns dort einen Cappucio und ein Eis, welches grosszügig auf das kleine Biskuit gedrückt wurde.

P1020444 Weiter ging die Fahrt und schon bald kamen wir in den Kauriwald. Verschieden kleine Walks standen uns bevor, und am Ende eines jeden war ein Staunen garantiert. Kauribäume, bis 2000 Jahre alt und einen Umfang, den man kaum zu begreifen vermag. Wie kann ein Baum so eine Substanz aufbauen. Zuerst besuchten wir den “Tane Mahuta”. Danach spazierten wir zu den “Four Sisters” und zuletzt konnte ich den Blick von “Te Matua Ngahere” nicht mehr lösen.

P1020450 Die Spaziergänge führten durch dichten Urwald. Wenn man stehen blieb herrschte eine Stille, die ich schon lange nicht mehr bewusst wahrnehmen konnte. Wenn man sich diesen Baum, “Te Matua Ngahere” mit Helene davor anschaut und bedenkt, dass diese Saat um Christi Geburt aufgegangen ist, kann man nur ehrfürchtig und schweigend staunen.

P1020448 Wir fuhren den Wald noch ganz durch, alles in allem etwa 20 km und machten am Schluss noch beim Reservat einen Stopp. Nachdenklich stimmt einem dort die Karte welche zeigt, wie verbreitet diese prächtigen Wälder vor der Ankunft der Europäer waren und wie wenig heute davon noch übrig ist. Die Wälder wurden zu Gunsten von Weideflächen gefällt, verbrannt, ja sogar ganze Täler wurden mit den geschlagenen Stämmen gefüllt.

P1020449 Wenig später erreichten wir einen Campingplatz ganz im Grünen, welcher auch Kiwi Walks anbot. Leider war dieser für heute Abend schon ausgebucht. Wir lernten unsere Nachbarn noch kennen, Engländer mit einem um einiges besseren Camper als der unsrige. Wir staunten, was der Fiat alles bot und würden beim nächsten mal sicher auch diese Wahl treffen. Wir gingen dann gegen Abend auf eigene Faust in einen Kauriwald in der Hoffnung, Kiwis anzutreffen. Dumm nur, dass diese Vogeltiere erste im Dunkeln zum Vorschein kommen, wenn man sie eigentlich gar nicht mehr sieht.

P1020460 Wir parkierten unseren Camper, was kurz nach uns die Engländer auch machten. Und so spazierten wir zu viert durch den dunklen Wald. Der Mond war zwar hell, drang aber nicht in den dichten Wald ein. Wir hörten Kiwis, nur leider immer zu weit weg. Wir blieben einige male stehen und lauschten. Wir sahen Glühwürmchen Herden in den Büschen, Opossum auf den Bäumen, einen riesigen Aal in einem kleinen Waldbächlein – nur die scheuen Kiwis wollten sich nicht zeigen. So fuhren wir um einen spannenden Spaziergang reicher zurück zum Campingplatz. Das Nationaltier, muss halt noch warten.

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