Monkey Mia

P1000479 Die Sonne zeigte wieder in aller Früh ihre Stärke. So fuhren wir wieder zeitig los, von Geraldton in Richtung Monkey Mia, was unser Tagesziel war. Nicht ganz 400 Kilometer galt es zurückzulegen. In Northampton machten wir den ersten Stopp bei einer Telefonzelle, um die Apollovermietung zu informieren, wie es um unseren Camper steht. Er hatte über Nacht wieder 20 P verloren und wir mussten als erstes wieder Luft zufügen. Die Apollovermietung zeigte sich diesbezüglich kulant, dass wir auf ihre Kosten einen neuen Wasserkocher kaufen sollen. Der Pneu gehe ja sowieso auf unsere Kosten, da es nicht in der Versicherung mit eingeschlossen sei. So weit so gut, wobei ich mich damit nicht zufrieden gab. Wir fuhren zur nächsten Werkstatt und schilderten unser Problem. Sie machten sich sofort ans Werk, entfernten unser krankes Rad und suchten nach einem Nagel oder einer undichten Stelle. Sie fanden nichts. So montierte er es wieder und meinte, wir sollen bei einer grösseren Werkstatt welche besser ausgerüstet sei vorbeischauen, zum Beispiel in Denham. Also fuhren wir unverrichteter Dinge weiter.

P1000484 Die folgende Strecke war, heiss, langgezogen und recht eintönig, wenn man das Landschaftbild zur Rate zieht. Ein gerader Highway, kein Verkehr und an die 50 tote Kängurus am Strassenrand. Einige mit allem dran, andere nur noch als Skelett.

Gegen 16.00 Uhr waren wir in Denham und fanden eine Radwechsel-Werkstatt. Die Temperatur war unterdessen auf 52° angestiegen. Die drei Männer da sahen aus, als hätten wir sie gerade beim Bier gestört. Als sie noch erfuhren, dass wir eigentlich nur auf der Durchreise seien, stellte sich der “Ich hätte es mir denken können” Blick ein. Anfangs ein wenig wortkarg machten sich zwei daran, das Hinterrad wegzunehmen und in einem Wasserbad ausgiebig zu testen. Sie fanden dann auch schnell die undichte Stelle, markierten sie und entfernten den Pneu von der Felge. Hervor kam ein Loch, welches bis durch das Gewebe hindurch ging. Da ich so ziemlich auf Asphalt und keine grossen Offroad Sprünge gemacht hatte, sagte selbst der Mechaniker, dass das Loch unmöglich von mir sein könne. So rief er umgehend Apollo an und schilderte, was er vorfand. Wir hatten das Glück einen kompetenten Mechaniker zu finden welcher schnell erklären konnte was Sache ist. Ich musste schlussendlich nichts bezahlen, da er die Rechnung direkt an Apollo weiterreichen werde. Toll so was. Wir gaben ihnen ein Trinkgeld für die Bierkasse, bei welchem wir sie unterbrochen hatten und konnten mit einem neuen Pneu weiterfahren.

P1000505 Kurz darauf kamen wir in Monkey Mia an und bezogen einen tollen Campingplatz. Hier hatten wir auch die erste Begegnung mit einem Emu, welches einfach neben dem Camper vorbeispazierte. Die Strände auch auf dem Weg hierher waren wunderschön. Zuerst erkundeten wir die Umgebung, während wir immer noch versuchten, von der Tageshitze wieder ein wenig herunterzufahren. Wir spazierten am Meer entlang und machten halt in einer Art Biergarten. Dort bestellten wir einen Dining Imbiss und gesellten uns zu einem Berner Paar. Sie kamen aus der Gegenrichtung und so konnten wir gute Tipps austauschen. Als wir dann auch noch merkten, dass Tanja und Domi ihren Camper neben unserem  stehen hatten, stand der Flasche Wein am Abend nichts mehr im Wege, und wir  konnten bis in alle Nacht Erfahrungen lauschen und tauschen.

2 Kommentare zu Monkey Mia

Hinterlasse einen Kommentar

 

 

 

Du kannst diese HTML tags verwenden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>