Oamaru

P1010802 Wenn man um 21.00 Uhr schon ins Bett geht, muss man sich nicht wundern, dass man um 4.00 Uhr erwacht und glaubt ausgeschlafen zu sein. Da um diese Zeit noch nicht all zu viel los ist, zwang ich mich noch einmal einzuschlafen. Um 7.00 Uhr wurde ich von einem Gekreische ähnlich einem Mäusebussard geweckt. Ich schaute aus dem Fenster und sah, wie sich vier ziemlich grosse Vögel mit kräftigen krummen Schnäbeln dabei waren, unsere Stühle zu bearbeiten.

P1010804Ich versuchte sie erfolglos aus dem Fenster zu verscheuchen. Es blieb mir nichts anderes übrig als im Pyjama in dieser Kälte nach draussen zu gehen und sie manuell in die Flucht zu schlagen. Dies gelang nur teilweise.Ich nahm den Stuhl unter die Lupe und bemerkte bei beiden Stühlen Schäden. Also klappte ich diese zusammen und wollte zur Bush – Toilette laufen.

P1010799Einer Bergkrähe, wie sich später herausstellte, passte mein Benehmen wohl nicht und folgte mir in einem schnellen Hupf und mit erneutem Gekreische. Ich drehte mich um und rannte auf sie zu. Da endlich gebrauchte sie ihre Flügel und flog vorerst davon. Als ich zurückkam waren sie dabei, des Nachbars Camper zu traktieren.

P1010805 Ich hatte vorerst genug, zog mich an und machte Kaffee. Das Kaffee machen dient bei solchen Temperaturen auch dazu, den Camper ein wenig weniger kalt werden zu lassen. Helene trank den Kaffe noch unter der warmen Decke und auch nachher hatte sie noch kältetechnische Startschwierigkeiten.

P1010803 Wir fuhren wieder zuerst weg, bevor wir die Betten machten. Diesmal ins Mt Cook Village Resort, wo wir uns im Hotel bei rieselnder Musik ein Continental Breakfast gönnten. Hier konnte ich dann auch noch den Blog hochladen und anschliessend war der Camper von der Sonne schön erwärmt.

P1010810 Wir fuhren aus dem 55 km Tal hinaus und schlugen die Route nach Twizel. Dort begaben wir uns zur grossen Schlachtszene von “Herr der Ringe”, welches unter dem Namen “The Pelennor Fields” bekannt ist. Während den Dreharbeiten, die Rund einen Monat dauerten, war in der Stadt ein amüsantes Bild anzutreffen. Kostümierte Statisten traf man da zum Lunch oder in den Bars an und man hörte sie über den Verlauf der Schlacht berichten.

IMG_3850 Unterwegs wies uns der Touriguide plötzlich auf die Clay Cliffs hin. Da die nette Sprecherin aus dem GPS Gerät von einem “must see” sprach, schlugen wir den Weg ein und fuhren über eine Schotterpiste bis zum Fluss. Dort spazierten wir etwa einen Kilometer weiter und befanden uns in einem bizarren Tal mit Sandsteinfelsen und spitzen Türmen. Da das Land auf privatem Besitz durchfahren werden musste, war eine kleine Kasse bei einem Gatter, welches mit 5 Dollar gespiesen wurde.

P1010830 Dann fuhren wir weiter zu den Elephant Rocks. Diese, wie der Name schon sagt, ähneln zum Teil der Form von Elefanten. Man kann sie erklettern und man sieht in sehr vielen Steinen nicht nur Elefanten, sondern noch einige andere Figuren, welche in der eigenen Fantasie entstehen.

P1010835 Im Hintergrund war alles abgesperrt. Der Grund war, wie man von einem Stein beobachten konnte eine Kulisse, eine Stadt im Aufbau. Aber keine Gewöhnliche. Es handelt sich um eine Stadt aus dem Film streifen “Narnia”. Die Dreharbeiten wurden aber aus Geldmangel eingestellt und so steht heute nur die halbe Stadt dort. Filmutensilien stehen in Containern und warten wohl auf bessere Zeiten.

P1010848 Nachdem wir das Filmset, welches wahrscheinlich das Zuhause von Aslan darstellt, genauer unter die Lupe genommen hatten, fuhren wir weiter zu unserem Tagesziel. In Oamaru angekommen, gönnten wir uns zuerst eine warme Dusche. Die hatten wir nach 2 Nächten wildem Campen bitter nötig. Auch war es wiedermal Zeit die Wäsche zu machen.

P1010859 Gegen halb sieben fuhren wir los um die Gelbpinguine zu sehen, die hier vor Sonnenuntergang an Land gehen und die steilen Hügel zu ihren Jungen heraufklettern. Auch Seelöwen spielten im Wasser oder lagen faul am Strand. Viele Pingus kamen nicht, aber das Abendrot und die vorbeifliegenden Wasservögel in Formation machte dies zu einem besonderen Erlebnis.

P1010863Danach fuhren wir noch einmal ins Stadtzentrum und kehrten in einem richtigen Restaurant ein. Nebst Gemüse, Fisch und Fleisch, gab es zum Schluss auch einen richtigen Ristretto, wie ich ihn seit Reisebeginn nicht mehr gehabt hatte. Danach kehrten wir zum Campingplatz zurück und stellten fest, dass die im Camper ausgelegte Wäsche trotz Tumbler noch nicht trocken war. Also noch einmal ab in den Tumbler damit und nun warten wir, bis diese trocken ist.

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