Sacsayhuamán

Wie am Vorabend abgemacht warteten wir um 10.30 Uhr beim San Blas auf das von Gregory reservierte Taxi. Als um 10.45 Uhr immer noch kein Taxi auftauchte, loggte ich mich kurz per Datenroaming ins Facebook ein und prompt war eine Nachricht vorhanden. Die Telefonnummer des Taxis funktionierte nicht und darum würden sie um 11.00 Uhr auch beim San Blas eintreffen.
Tatsächlich kamen sie kurz darauf und wir suchten uns ein Taxi. Miguel, ein freundlicher Taxifahrer erklärte sich bereit, uns für 120 S zu den Salinas und Sacsayhuamán (Saqsaywaman) zu fahren. Miguel erwies sich als Glückstreffer. Er wusste sehr viel zu erzählen während der Fahrt nach Maras zu den Salinas und wir konnten ihn allerlei fragen.
Kurz bevor wir bei den Salinas ankamen, hörte es auf zu regnen und wir stiegen den kleinen Weg zu den Salzterrassen hinab. Unzählige Terrassen lagen an den Hängen, welche alle von einem kleinen Bächlein gespiesen werden. Das Bächlein führte warmes Wasser und dies schmeckte ganz salzig. Woher es kommt weiss man nicht mit Sicherheit. Sicher ist, das es eine konstante Wassermenge aufweist. Die einzelnen Terrassen sind alle in Privatbesitz und werden innerhalb der Familie weitergereicht. Die weisse Farbe des Salzes ist im August viel intensiever, weil da das Wasser schneller verdunstet. Das wasserführende Bächlein wird in unzählige Wasserkanäle geleitet und je nach Bedürfnis eines Beckens geöffnet oder geschlossen. Die Salinas waren bereits zu Inkas Zeiten in Betrieb.
Nach der Besichtigung fuhren wir zurück nach Cusco und direkt zum Eingang der Tempelanlage Saqsaywaman. Auch wenn der Eintritt teuer war, konnte ich mir diese Bauten nicht entgehen lassen. Alles was wir bisher an Steinmauern gesehen hatten, wurde hiermit in den Schatten gestellt. Es gibt hier Steine, die wiegen 200 t und wurden von einem Ort 20 km entfernt hierhergebracht. Ohne Radtechnik, da diese bei den Inkas nicht vorhanden war. Trotzdem schmiegen sich diese Klötze aneinander, als wären sie aus einem Bausatz. Und wer hiefte diese aufeinander? Das dies eine Technik erforderte, welche die Inkas gut hüteten und vor den ankommenden Spaniern ebenso gut versteckten ist für mich ohne Frage.
Cusco wurde als Nabel der Welt bezeichnet und war somit der Mittelpunkt und wichtigster Ort im Inkareich. Die ganze Anlage sieht übrigens aus der Luft wie ein Pumakopf aus und die ehemaligen Strassen bildeten den Körper des Tieres.
Voller Staunen verliessen wir die Anlage wieder und spazierten zurück zum Hostel. Helenes Krankheit meldete sich schon in der Anlage zurück und sie atmete unnatürlich schnell. Bis zum Hostel konnten wir nur noch ganz langsam gehen, damit der Sauerstoff die Körperzellen noch erreichen konnte.
Kaum im Hostel und in ruhiger Position erholte sie sich relativ schnell.
Um 20.00 Uhr traffen wir uns im Jacks mit G&G um den letzten leckeren Dinner in Cusco mit einem Glas Wein zu geniessen. Anschliessend gingen wir alle vier in unser gemütliches Hostel und sassen mit Miguel, dem Leiter der San Pedro Traumreise und Thayse zusammen, bis uns die Augen fast zufielen. So gingen wir nach Mitternacht ins Bett.

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