Wellington

P1020196Unbarmherzig drang um 4.45 Uhr der Weckton meines iPhones an mein Ohr. Natürlich war es draussen noch dunkel und wir tranken nur einen schnellen Kaffee. Das Bett liessen wir Bett sein, ohne es in den Wohnraum zurückzuverwandeln. Punkt 5.25 Uhr standen wir beim Check In des Islander Ferry Terminals. Die  Online Buchung hatte anscheinend geklappt und wir wurden in Linie 8 eingewiesen.

P1020201 Das Auto fixiert und in die Lounge zum Kaffee. Wir waren bei den ersten und hatten somit einen Fensterplatz. Als die Fähre ablegte war es noch recht dunkel, in der nächsten halben Stunde änderte dies sich aber und der Morgen kam über die Hügel in das Fjord. Fast ein Drittel des Weges verläuft im Fjord von Picton weg. Mit dem Seegang hatten wir Glück, es war sehr ruhig und wir konnten sogar Delphine beobachten, die ein Stück mit der Fähre mit schwammen.

P1020212 Helene schlief ein wenig auf dem Schiff und ich las ein wenig. Bald schon kam die Nordinsel in Sicht und wenig später liefen wir im Hafen von Wellington ein. Wir steuerten als erstes ins Stadtzentrum, parkierten, schlenderten für ein paar erste Eindrücke zum I-Site und beschafften uns ein paar Flyer und Karten. Die Stadt ist sehr interessant strukturiert. Es gibt viele Nischen, Treppen und versteckte Ecken an diesen Hängen der Stadt.

P1020217 Als erstes, immer noch mit der Hoffnung auf ein gutes Museum, steuerten wir Te Papa an. Unser Hoffen wurde dieses mal bei weitem übertroffen. Ein gewaltiger Gebäudekomplex, mehrere Stockwerke hoch und trotzdem offene Zwischenböden, dass man das Ausmass nach oben hin sieht. Ansonsten fühlt man sich ein wenig wie in einem Labyrinth.

P1020221 Es gibt Halbstockwerke, Kaffebetrieb, ein Naturmuseum, historische Themen, eine Sonderausstellung zu Pompeij, Plattentektonik, Maori Geschichte und Hintergründe und was ich zwar gut kenne, mir vom Aufbau her jedoch sehr gelungen vorkam war eine Ausstellung über Anne Frank und die Nazizeit. Alles auf 13 Stellwänden als Zeitlinie zusammengenommen. Was geschah in Deutschland, zeitgleich dazu Fotos der Familie Frank. Wir waren hin und weg vom Museum. Das Maorihaus ist übrigens echt. Es wurde 1842 gebaut und es ist vergleichbar mit unsere Kirche. Vergangenheit Gegenwart und Zukunft kommen in dem Haus zusammen.

P1020230 Als nächstes Besuchten wir die Weka Cave. Ein wichtiger Zweig der Filmindustrie, die Masken und Effekte herstellen. So zum Beispiel King Kong, Herr der Ringe, District 9 und Avatar. Ich hatte auch noch ein kleines Gespräch mit Gollum.

P1020234 Danach fuhren wir über die Szenic Route zum Victoria Outlook. Ein Aussichtspunkt, der auf einem Hügel in Wellington gelegen ist und eine fantastische Rundumsicht der Gegend bietet. Wir hatten Glück dass es blauer Himmel war, nicht zu viel Wind hatte und gerade kein Erdbeben stattfand.

P1020235 Danach kauften wir uns wieder einmal ein paar Nahrungsmittel ein, da wir unterdessen schon ziemlich hungrig waren. Wir hatten von den Schweizerinnen in Nelson mitbekommen, dass ein neuer und etwas spezieller Carpark mitten im Geschehen an der Werft aufgemacht habe. Wir suchten diesen auf und entschieden, da zu bleiben. War man doch hier direkt vor der schönen Waterfront stationiert, welche wir am Abend sowieso besuchen wollten. Wir assen dann auf dem “Platz” unser Abendessen, was bei einigen bei rot stehenden Autos ein Staunen und schmunzeln hervorbrachte.

P1020241 Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, mitten in der Stadt am Campingtisch zu sitzen und zu essen, während rundum emsiger Betrieb herrscht. Der Car Park bietet WC und Duschen, bezahlen kann man per Touchscreen und Kreditkarte und Strom hat man auch. Es ist noch alles ganz neu und der Besitzer voller Elan.

Später spazierten wir noch ein wenig durch Downtown und nahmen an einem der unzähligen Bars an der Waterfront unseren Schlummertrunk zu uns.

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