Island 2005

Hochland, Nordosten, Südosten und Südküste

Wir entschlossen uns, die zwei Wochen vom 2. Juli bis 16. Juli 2005, mit einem gemieteten Camper Dodge RAM 1500 die Insel aus Feuer und Eis zu erkunden. Der 4×4 Camper ist der einzige bei Budget, womit man das Hochland durchfahren darf. Das leuchtete uns im Verlauf der Reise auch ein, da es grobe Schotterpisten, Lavafelder und Furten (Bäche, durch welche die Strassen führen) am Laufenden Band gibt. Aber das macht das ganze natürlich noch abenteuerlicher.

Island hat, obwohl es weit im Norden nahe des Polarkreises liegt, relativ milde Temperaturen im Sommer. Der Sommer jedoch ist mit ca. 3 Monaten Vegetationszeit sehr kurz. Auch dunkel wird es in dieser Zeit nie. Die Sonne ging so gegen Mitternacht unter den Horizont und kam wenig später wieder zum Vorschein.

Island liegt genau auf der Zone, wo die Nordamerikanische von der Eurasiatischen Ozeanplatte wegdriftet. Dies hat zur Folge, dass es auf der Insel immer wieder zu Vulkanausbrüchen und Erdstössen kommt. Es gibt etwa 30 noch aktive Vulkane, die jederzeit wieder ausbrechen können. Rund ein Drittel der weltweit produzierten Lava der letzten 500 Jahre ist auf Island entstanden. Daher besteht die Insel auch fast nur aus Gesteinen wie Basalt, Tuff und Lava. Die Insel hat ca. 290’000 Einwohner, davon fallen mehr als die Hälfte auf den Grossraum Reykjavik. Wie so oft im Norden, ist es auch in Island für schweizer Verhältnisse ausgesprochen teuer. Mit selber kochen spart man eine Menge ein, sofern man nicht an einer Tankstelle einkauft. Auch das Benzin schlägt mit über sFr. 2.- (und einem 3.7 Liter Motor der 20 l pro 100 km verbraucht) ein grosses Loch ins Portmonee.

Island ist auch das Land der Trolle, Elfen und anderen Naturgeistern. Jedenfalls ist es das einzige mir bekannte Land, welches diese Phänomene staatlich anerkannt. So wird auch nicht einfach eine neue Strasse durch einen grünen Hügel geplant, bevor nicht abgeklärt ist, ob darin Elfen hausen. Falls ja, wird darum herum gebaut oder die Elfen ermutigt, eine andere Behausung zu finden. Dies jedoch kann dann Jahre dauern. In Reykjavik gibt es sogar eine Elfenschule, wo man all das lernen kann.

Und nun zu unserer Route:

Wir sind in Keflavik gelandet und haben direkt am Flughafen unseren Camper bezogen. Danach verlief die Route wie auf dem Plan eingezeichnet.  Keflavik – Reykjavik – Pingvellir – Strokkur – Gullfoss – Asolfsstadir – Sprengisandurroute – Laugafell – Laugar – Myvatn – Krafla – Husavik – Raufarhöfn – Herdubreid – Askja – Kverkjökull – Vopnafjördur – Egilsstadir – Eyjölfsstadir – Djupivogur – Höfn – Jökulsarlon – Skeidararsandur – Lakagigar (Lakispalte) – Landmannalaugar – Selfoss – Grindavik (Blaue Lagune) – Reykjavik – Keflavik.