Ruinas De Quilmes

Bereits um 7.00 Uhr war ich wach und stand auf. Genug Zeit um den Blog zu schreiben. Gegen neun Uhr hatten wir das kleine Frühstück hinter uns und setzten uns ein wenig in die warme Sonne. Heutige Aktivität: Ruinas de los Quilmes.
Gegen elf fuhren wir los, machten noch einen Stopp bei der Plaza um 8 Empañadas de queso mitzunehmen und fuhren auf der Ruta 40 weiter nach Süden. Kaum ist man aus Cafayate raus erkennt man auch schon die Weingegend mit den vielen Rebbergen. Der Herbst ist hier nun eingekehrt, die Blätter fallen von den Bäumen und es ist somit Zeit für die Traubenlese.
Kurz vor Quilmes passiert man die Grenze von der Provinz Salta nach Tucumán. Der Strassenzustand verbesserte sich an der Grenze spürbar.
Nach etwa 55 km zweigt gut beschildert eine Schotterpiste ab, die ein paar Kilometer zu der archäologischen Anlage hin führt.
Auf dem Parkplatz standen Lamas herum und ein einsamer Verkäufer präsentierte seine handgefertigten Arbeiten. Ein museumsgebäude, welches sich sauber in die Umgebung einfügte, sah geschlossen aus.
Die Ruinen wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Archäologen der Universität von Buenos Aires freigelegt. Im Jahre 1978 wurde die Anlage wieder ein Stück weit restauriert. Man kann somit heute vor allem die Grundmauern betrachten, welche einem aber eindrücklich das Ausmass der 1200 Jahre alten Stadt vor Augen führt. Im 15. Jahrhundert war Quilmes eine der grössten Städte Südamerikas und beim betrachten der einstigen Räume, Kammern und Wege wünscht man sich, einen Blick in die Vergangenheit werfen zu können. Eindrücklich fanden wir auch einen grossen flachen Stein, der bei einem Hauptgebäude am Boden lag und zahlreiche Löcher aufwies, die von jahrelanger Bearbeitung der Nahrungsmittel zeugten.
Die Lage im steinigen Hang ist zu verdanken, dass sich die Indios so lange gegen feindliche Einflüsse wehren konnte.
Im 17. Jahrhundert waren es gegen 5000 Calchaqui Indianer, die sich gegen die Spanier 35 Jahre zur Wehr setzten und diese mehrmals zurückschlugen.
Im Jahre 1667 zündete die wachsende Armee der Spanier die Felder an und liessen die Indios aushungern, so dass sie sich schliesslich ergaben. Wenige konnten flüchten. Die restlichen Indios wurden auf einen 1200 km langen Fussmarsch in die Nähe von Buenos Aires gezwungen, wo man sie versklavte und zu Zwangsarbeit gebrauchte. Viele starben schon auf dem enormen Marsch an Erschöpfung und den von den Spaniern eingeschleppten Krankheiten.
Eine kleinere Gruppe brachte man zum Arbeiten in die Region von San Miguel de Tucumán. Es waren diese Indios, welche später durch Verhandlungen das Land um die Ruinen wieder zurück bekamen.
Als wir alles in uns aufgenommen hatten, fuhren wir zurück nach Cafayate, assen Lunch und kehrten zum Hostel zurück. Später spielten wir mit Ben, einem Australier aus Geraldton und Daniel, der hier arbeitet Ping Pong und tranken Salta, das Bier von hier. Gegen 23.00 Uhr gingen wir nochmals zur Plaza etwas essen, bevor wir wieder im Hostel zurück schlafen gingen.

Hinterlasse einen Kommentar

 

 

 

Du kannst diese HTML tags verwenden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>