Arequipa

Im Gegensatz zum letzten Hostal gab es hier kein Frühstück. So zogen wir früh los und konnten während dem Frühstück vom Balkon auf die Plaza de Armas schauen und die Sonne geniessen. Vor der Kathedrale, welche die gesamte nördliche Seite des Platzes einnimmt, versammelte sich eine Blechmusik und Mädchen mit vielen Landesflaggen.
Nach dem ausgiebigen Frühstück flanierten wir zum Convento Santa Catalina.
Diese Klosterstadt des Katharinenordens wurde 1580 gegründet und war bis 1970 von der Aussenwelt hermetisch abgeriegelt. Es war eine eigene Stadt in der Stadt. Auf einer Fläche von 20’000 Quadratmetern lebten rund 500 Nonnen und etwa gleichviele Bedienstete. Aufgenommen wurden nur Mädchen aus wohlhabenden Familien mit tadelloser Vergangenheit.
Kontakt zur Aussenwelt gab es nur bei besonderen Anlässen und auch dann nur durch die Lokutorien: zwei Gitter im Abstand eines halben Meters trennte die Gesprächspartnerinnen. Zum Austausch gab es eine Drehvorrichtung, durch welche man Materialien austauschen konnte.
Ein grosser Teil des Klosters ist heute für die Touristen zugänglich. Man bekommt eine gute Vorstellung für das einfache Leben, das geführt wurde. Die meisten Zimmer bestehen aus einer Schlafnische und einem Raum, welcher eine Feuerstelle beinhaltet.
Beeindruckt waren wir auch von dem Wäscheplatz, welcher durch einen Wasserkanal verschiedene halbrunde Riesenvasen speisen kann.
Auch der Raum zur Herstellung der Hostien zeigte interessante Gerätschaften. Unter anderem eine Riesentrommel, welche ganz feines Mehl herstellte und Presszangen für die Hostien.
Nachdem wir auch noch die vielen Gemälde betrachtet hatten, verliessen wir das Kloster und schlenderten zu einer Seitengasse parallel zur Plaza. Dort assen wir einen Salat und hörten einer dreiköpfigen Gruppe zu, wie sie Musik machten. Ich kaufte dann noch ihre CD.
Danach wagten wir einen Blick in die grosse Kathedrale und gingen dann zurück zum Hostel.
Gegen Abend ergab sich auf dem Balkon eine interessante Unterhaltung mit Jeremy, einem Franzosen.
Später zogen wir dann zu viert los, um in der Stadt noch Thomas, ein Schweizer der seit 17 Monaten unterwegs ist und Claudia, eine Einheimische zu treffen. In einer Bar blieben wir dann bis um ein Uhr sitzen.
Während die anderen noch zu einer Disco weiterzogen mussten wir passen, da wir für den morgigen Ausflug ins Colcatal noch packen mussten und wir früh aufstehen werden. So verabschiedeten wir uns vorläufig bis Sonntag. Wollen dann sehen, ob sie noch hier sind.

1 Kommentar zu Arequipa

  • eva

    ciao ragazzi
    jetzt musste ich mal wieder tüchtig nachholen… hab eure reise grad mal schnell aus den augen verloren, da hier so dinge wie schulreise planen und durchführen, oberstufenübertritte abschliessen und budget abgeben auf dem programm standen. aber jetzt bin ich wieder im bilde und freue mich, dass es euch gut geht.
    geniesst euren letzten monat!

    mille baci
    eva

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