Tooradin

P1010450 Am Abend bekamen wir dann von Jo noch eine Nachricht auf Facebook (obschon sie nur 6 Camper weiterstand), dass sie für uns am Morgen das Frühstück bereiten wolle. Zeit: not too early but not too late. Ok, was auch immer das für eine Zeit ist 🙂

Ich stand gegen 8.20 Uhr auf, machte mir einen Kaffee und begann zu lesen. Das Entenpärchen vom Abend stand auch schon wieder da und erhofften sich etwas zu futtern. Gegen neun Uhr schaute Jo dann vorbei und sagte, sie wolle noch kurz einkaufen gehen, da sie zum Frühstück Pfannkuchen mit Blaubeeren machen wollte. So spazierte sie weg und ich weckte Helene auf. Gegen zehn Uhr erklärte sie uns, wie man dieses Frühstück zubereite. “Selfraising Flouer”, ein Ei, Milch und wenig Salz. Dann die Blaubeeren rein und Pfannkuchen backen. Helene versuchte sich natürlich auch als Morgenbäckerin.

P1010451Gegen 10.30 Uhr assen wir dann diese prächtigen Fladen. Dazu Naturjogurt und Bienenhonig. Das war ein selten delikates Frühstück und es schmeckte uns beiden. Nachdem wir den Abwasch gemacht hatten, verabschiedeten wir uns und Jo fuhr als erste los, da sie die Fähre noch erwischen wollte, welche sie nach Tasmanien zurückbringt. Wir nahmen dann gemütlich das letzte Stück der Great Ocean Road unter die Räder. In Torquay fand diese tolle Strasse dann ein Ende.

P1010455 Wir fuhren dann Richtung Melbourne und sahen plötzlich eine Tafel welche das Örtchen Lara ankündete. Um später “unserer” Lara Chiara erzählen zu können, wie es in diesem Örtchen aussieht, machten wir einen kurzen Stopp und assen dort unseren Lunch. Weiter ging es nach Melbourne und das Impossanteste war schon einmal die gigantische Brücke, über welche die M1 mehrspurig in Melbourne hineinführt.

P1010456 Im Vergleich zu Perth eine riesige Stadt. Wir kamen aus dem Kern fast nicht mehr hinaus. Schlecht hingegen die Beschriftungen. Wir hätten uns gerne im Infozentrum, welches bis jetzt in fast jedem Ort beschildert war, informiert. Wir fanden aber das Zentrum nicht und der raue Fahrstil der Städter verlockte einem dazu, möglichst schnell wieder aus dem Gedränge herauszukommen. So fuhren wir der Beach entlang in der Hoffnung, dass uns wie immer ein Schild mit einem Wohnwagen einen Platz zeigen könnte. Nach 50 Kilometer gaben wir es auf und suchten das Infozentrum von Frankton, wo wir unterdessen angekommen waren, auf.

P1010458 Die Dame war sehr hilfsbereit und klärte uns auf, dass wir erstens kein Glück haben werden einen Platz zu finden, da es Wochenende ist und zweitens die Bürozeiten des Office bereits zu Ende seien. Sie begann zu telefonieren und es war wirklich nicht mehr einfach, etwas zu finden. Uns kam das seltsam vor, da wir doch bis jetzt immer auf fast leere bis halbvolle Plätze gefahren waren. Sie klärte uns auf, dass die Städter übers Wochenende gerne auf einen Campingplatz fahren und dass diese fast immer ausgebucht seien im Sommer. Das leuchtete ein. Sie fand uns aber noch einen Platz im 30 Kilometer entfernten Tooradin. So machten wir uns nach einem Kaffee (den brauchte ich nach dem nervenaufreibenden Melbourne) auf nach Tooradin. Die Dame wusste bereits meinen Namen, wenn auch wie oftmals nicht ganz richtig (dieses mal hiess ich nicht Nogg sondern Nagg), und hiess uns herzlich Willkommen auf dem letzten freien Platz.

Hier merkten wir dann schnell, dass die meisten Plätze Dauermieter waren oder solchen, die temporär hier arbeiten. Wir wurden sogar von einem Nachbar gefragt, ob wir Touristen sind – man stelle sich das auf einem Campingplatz vor 🙂 Ein Neuseeländer bot Helene noch einen Weisswein an den sie ablehnte, da ich bereits beim Kochen war, schenkte er ihr den halben Karton, den sie mit ihrem Ehemann geniessen soll. Sich zu uns zu setzen empfand er jedoch als zu unhöflich.

Da unsere anziehbaren Kleider sich dem Ende nahten, machten wir noch eine Wäsche, die heute sicher nicht mehr trocknen wird. Jedenfalls hatten wir heute unser neues Erlebnis – Campingplatz SUCHEN.

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